Davos 2019

World Economic Forum im Zeichen von Robotern und Menschen

Auf dem World Economic Forum 2019 wird die Zukunft der Arbeit und der Fertigkeiten diskutiert. Proservia fasst die Themen aus seiner Perspektive zusammen.

Die Manpower Group – zu der auch Proservia gehört – ist bereits seit 2003 strategischer Partner des World Economic Forum (WEC) in Davos/Schweiz, der weltweit wichtigsten Veranstaltung für Politik und Wirtschaft. In diesem Jahr war das Leitthema der Diskussionen auf dem WEC Multilateralismus und die Zukunft der Arbeit.

Im Fokus des Auftritts der Manpower Group auf der WEC stehen zwei neue Studien zur Zukunft der Arbeitswelt. Präsentiert werden unter dem Motto „Solutions in Action“ die Studien „Total Workforce Index – Global Analysis“ und „Humans Wanted: Robots Need You“ sowie das Assessment Werkzeug „Digital Evolution Pathway“.

 


Infografik: Mensch und Maschine in der Digitalisierung


 

Digitalisierung ergänzt menschliche Fähigkeiten

Fünf hochkarätige Manager der Manpower Group unter der Leitung von President und CEO Jonas Prising halten Vorträge und nehmen an Podiumsdiskussionen und anderen Veranstaltungen teil.

Zum Thema Roboter und Menschen erklärte Prising: „Einige Stellen werden wegfallen, aber insgesamt mehr geschaffen, jedoch nicht ohne Anstrengung. Es geht weniger um Verdrängung als um die Ergänzung menschlicher Fähigkeiten, damit alle mitwirken können.“

Die Studie „Humans Wanted: Robots Need You“ bietet dazu weitergehende Informationen, wie Prising erläutert: „Dieser Report bietet einen Echtzeitüberblick über die Art, wie Automation Organisationen verändert. Es werden mehr Leute eingestellt, mehr Stellen geschaffen und höhere Qualifikationen eingeführt. So entsteht die Arbeitskraft, die für den Erfolg benötigt wird. Das ist kein Entweder Oder, Mensch gegen Maschine. Ich bin überzeugt, dass Organisationen und Personen echte Freundschaft mit Robotern eingehen können und harmonisch daran arbeiten können, eine stärkere und bessere Gesellschaft zu schaffen.“

Fachkräftemangel im Fokus

Die etwas überraschende Erkenntnis der Studie: 87 Prozent der Arbeitgeber wollen automatisieren und gleichzeitig ihren derzeitigen Personalbestand halten oder sogar weiter ausbauen. Mitarbeiter werden darin geschult, ihre eigenen Kenntnisse auszubauen, um neue Rollen auszufüllen, in denen sie komplementär mit Maschinen zusammenarbeiten.

 


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Der Fachkräftemangel ist mittlerweile so gravierend wie seit zwölf Jahren nicht. Neue Fertigkeiten entstehen so schnell wie alte verschwinden. Die Organisationen haben eingesehen, dass sie in erster Linie auf ihr eigenes Personal zurückgreifen und dieses weiterbilden müssen.

WEC Tag 1 im Überblick:

Deutschland muss nachziehen

Etwas enttäuschend für deutsche Organisationen ist der Global Workforce Index. Deutschland hat es in keiner einzigen Kategorie unter die Top 5 geschafft. Erfolgreicher waren unsere deutschsprachigen Nachbarn. Österreich liegt auf Platz 2 in der Kategorie Regulation und die Schweiz auf Platz 3 bei der Produktivität in EMEA.

Insgesamt liegt Deutschland nur auf Platz 15 des globalen Index und auf Platz 7 in EMEA. Etwas überraschend ist die Erkenntnis, dass die Business-Englischkenntnisse der Arbeitnehmer in Österreich mit 73 Prozent sehr viel besser sind als in Deutschland (56 Prozent).

Mit dem Digital Evolution Pathway können sich Organisationen mit einem Online-Assessment ein Bild darüber machen, wie weit sie auf dem Weg zur digitalen Reife vorangeschritten sind.

 


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Quelle Titelbild: YurolaitsAlbert / iStock