Warum Beacons der Schlüssel zum Digital Marketing sind

Warum Beacons der Schlüssel zum Digital Marketing sind

Beacons sollen als digitale Leuchtfeuer unterschiedliche Branchen und Abteilungen revolutionieren. Ganz vorne mit dabei: Das Marketing. Wie die Beacon-Technologie generell funktioniert und wo die Chancen liegen, erfahren Sie hier.

Kompakt zusammengefasst – das erfahren Sie: Die Technologie der Beacons soll als ein Teil des Marketings dem Kunden lokationsbasierte Services nahe bringen. Für Marketingverantwortliche eröffnen sich damit völlig neue Möglichkeiten.

Bereits weit verbreitet: Der Einzelhandel nutzt Beacons schon in vielen Bereichen. (Inhalt via Twitter)

Was sind Beacons überhaupt?

Die erste Beacon-Hardware kam 2013 auf den Markt. Es handelt sich um Bluetooth-Geräte mit niedrigem Energiebedarf, die im Laden stationär installiert werden. Sie senden Push-Signale auf die Handys von Kunden, die an einem Geschäft vorbei spazieren, weisen auf aktuelle Angebote hin und übermitteln Gutscheine.

Der Start verlief allerdings zäh und viele Pilotprojekte im Einzelhandel scheiterten schnell. Es gab zu viele Dinge, die zusammenpassen mussten: Auf den Smartphones der Kunden war die korrekte App nötig, Bluetooth musste aktiv sein, Lokationsservices aktiviert und Push-Benachrichtigungen erlaubt sein. Selbst wenn dies alles der Fall war, waren die Angebote unzureichend personalisiert und nicht auf den Bedarf der Kunden zugeschnitten. In Deutschland drohen zudem massive Probleme mit dem Datenschutz.

Mittlerweile haben die Marketingverantwortlichen aber aus diesen negativen Erfahrungen ihre Lehren gezogen und sind zu einem Neustart bereit. Laut einer Studie der Marktforscher von Gartner hatten zwar nur sechs Prozent der befragten Entscheider aus dem Marketing aktive Beacon-Installationen, aber 22 Prozent fassten entsprechende Pilotprojekte ins Auge und 32 Prozent sahen es als Thema für Investitionen in der nahen Zukunft.

Neue Projekte für Beacons

In den neuen Projekten hat sich der Fokus verschoben: Nicht mehr die direkte Kundenansprache steht im Vordergrund. Heute werden Beacons eher zur Analyse des Kundenverhaltens verwendet. Die Beacon-Technologie erlaubt es, Daten von Produkten zu sammeln, die Kunden gekauft haben. Der Weg der Kunden innerhalb des Ladens kann verfolgt werden.

Die Marketingverantwortlichen erhalten somit wertvolle Informationen, die sie zur besseren Platzierung und Auswahl ihrer Produkte nutzen können.

Personalisierte Kundenansprache

Die direkte Kundenansprache ist ebenfalls nicht tot. Marketingverantwortliche müssen aber fokussiert vorgehen: Die Ansprache sollte auf Inhaber von Kundenkarten beschränkt werden, die ausdrücklich zustimmen. Das Vertrauen der Kunden ist entscheidend.

 


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Wenn die Kunden wirklich an Angeboten interessiert sind, werden sie für die digitalen Leuchtfeuer dankbar sein. Das belegen aktuelle Marktzahlen: Laut einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens KantarTNS haben 34 Prozent der Verbraucher in Deutschland Interesse an personalisierten Angeboten. Diese Zahl ist zwar geringer als in allen europäischen Nachbarnländern, zeigt aber, dass die Zielgruppe vorhanden ist.

Einsatzszenarien für Beacons

Ein Anwender der Beacon Technologie ist der Flughafen Frankfurt. Passagiere erhalten Hinweise zum Weg zum richtigen Terminal, werden auf Abflugzeiten aufmerksam gemacht und erhalten aktuelle Angebote.

Der Flughafen Frankfurt nutzt seine Beacon Technologie für groß angelegte Shopping-Events. (Inhalt via Twitter)

Ein anderes Beispiel: Das Fraunhofer Institut nutzt ebenfalls Beacons im Rahmen des Projektes „HandelKompetent“, um Lernorte innerhalb von Handelsunternehmen zu erkennen.

Fortbildungen sollen im Handel mit Beacons leichter fallen. (Inhalt via Twitter)

Quelle Titelbild: MarsYu / iStock