Silvester 2018

Silvesterbräuche der Geschäftswelt – zwischen virtuellen Welten und Geschäftsreisen

Zum Jahreswechsel erinnern sich viele Menschen an altes Brauchtum. Aber auch in der Geschäftswelt gibt es einige seltsame Rituale, die stets kurz vor Neujahr wieder aufgewärmt werden.

Wenn es auf den 31. Dezember, 23.59 Uhr, zugeht, heißt es Abschiednehmen vom alten Jahr. Erinnerungen werden aufgefrischt und die Stunde der Astrologen schlägt. Mit Ritualen wie Bleigießen sollen Erkenntnisse über die Zukunft gewonnen werden. Feststehende Säulen wie die jährliche Wiederholung von „Dinner for One“ geben inneren Halt.

Und es ist die Zeit der guten Vorsätze. In früheren Jahren schworen sich die Menschen meistens, mit dem Trinken, Essen oder Rauchen aufzuhören oder mehr Sport zu treiben. Das ist mittlerweile out und heute ist der häufigste gute Vorsatz, auf das Smartphone oder das Internet zu verzichten. Laut einer aktuellen Umfrage der Krankenkasse DAK gab in der Altersgruppe zwischen 14 und 29 knapp die Hälfte der Befragten an, Handy und Computer weniger nutzen zu wollen, das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Viel hat sich verändert, aber die Erfolgschance für diesen Vorsatz ist genauso hoch wie früher.

Neujahresbonus um 23:59

Ein weiteres beliebtes Ritual ist die Erinnerung an Y2K. Am 1. Januar 2000 sollte die Welt untergehen, weil viele Software-Programme nur auf zweistellige Datumsformate ausgelegt waren. Das hätte einen Zeitsprung in das Jahr 1900 ausgelöst und wir hätten plötzlich unseren guten alten Kaiser Wilhelm wiedergehabt. Aber aller Angstschweiß war verschwendet und die widerspenstigen Computerprogramme liefen einfach weiter wie bisher.

Ein vor allem in amerikanischen Aktiengesellschaften verbreiteter Silvesterbrauch ist es, Kunden noch eine Minute vor Mitternacht anzurufen, aber nicht, um ein frohes neues Jahr zu wünschen, sondern um noch einen Deal für das End of Quarter unter Dach und Fach zu bringen und sich somit einen fetten Neujahresbonus zu sichern.

Schläge bringen Glück

Generell heißt es ja, andere Länder, andere Sitten. Und diese Sitten schwappen zusehends zu uns herüber. So soll sich der bulgarische Neujahresbrauch, glücksverheißende Hiebe mit einem stämmigen Ast auszuteilen, auch unter deutschen Vorgesetzen zunehmender Beliebtheit erfreuen – das stellten zumindest zuletzt einige Medien fest.

Weniger exportträchtig ist die mexikanische Sitte, mit dem Koffer ums Haus zu laufen, um auf schöne Reisen zu gehen. Meilensammelnde Business Traveller wissen längst, dass Reisen stark überschätzt werden, denn erstens geizen Lufthansa & Co. immer mehr bei den Benefits und zweitens ist es nicht wirklich toll, zehn Stunden und mehr in einer engen Röhre mit hunderten anderen Menschen zu verbringen.

Virtuelles Feuerwerk in IT-Fachkreisen

Pünktlich zur Mitternacht, gehen bei vielen Menschen die Silvesterraketen los. Wussten Sie, dass so manche Raketen dabei Dämonen oder gar außerirdische Angreifer abschrecken sollen? In der IT-Welt ist man sich hingegen einig: Virtuelle Feuerwerke am Computerbildschirm sind die Zukunft, haben sich leider jedoch noch nicht durchgesetzt – obwohl sie die Ökobilanz erheblich aufbessern könnten.

Und die armen Haustiere begreifen den guten Zweck des Böllerns immer noch nicht und reagieren mit Panikattacken. Aber Abhilfe ist in Sicht, denn Ford hat vor kurzem einen Prototyp für eine Hundehütte mit Noise Cancelling entwickelt, damit die Vierbeiner eine stille Silvesternacht verbringen können. Sobald ein eingebautes Mikrofon die Geräusche von Feuerwerk entdeckt, wird die Hundehütte schalldicht gemacht. Das könnte nicht nur die lieben Gefährten beruhigen, sondern wäre auch etwas für viele lärmgeplagte Menschen.

In diesem Sinne: Proservia wünscht Ihnen einen guten Rutsch in das neue Jahr. Wir freuen uns auf ein spannendes 2019 mit Ihnen und bedanken uns an dieser Stelle auch für Ihr Vertrauen in unser Unternehmen.

Quelle Titelbild: Weedezign / iStock