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Netzwerk: Die fünf Top-Trends in 2020

Die Rolle des IT-Netzwerks verändert sich. Traditionelle Netzwerkmodelle können bei dem Innovationstempo, das Unternehmen benötigen, nicht mehr mithalten. Wir beleuchten die Top Trends in diesem Jahr.

Beim Netzwerk lauten die aktuellen Toptrends Automation, WiFi 6 und 5G, autonome Netzwerke mit Künstlicher Intelligenz und Machine Learning sowie Sensoren, Multidomain und schließlich der Durchbruch von SD-WAN zum Standard. Das neue Netzwerk muss sich an neue Technologien wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz (KI) und Machine Learning anpassen. Betrachten wir die Themen im Einzelnen.

Bitte alles automatisch

Traditionell sind Netzwerke wartungsintensiv und benötigen zahlreiche manuelle Eingriffe. Es wird noch eine ganze Weile dauern, bis tatsächlich alles automatisch abläuft, aber der Trend zur Automation ist unaufhaltsam. Automatisierungsplattformen gibt es bereits, aber es gab Interoperabilitätsprobleme, Probleme mit der Parität von Funktionen und sogar kulturelle Probleme, da viele traditionelle Netzwerktechniker ihre Arbeitsplätze gefährdet sehen.

Anbieter integrieren die Automatisierung in ihre Plattformen – nicht nur als ein weiteres Feature, sondern als Basis für den Betrieb von Netzwerken. Künstliche Intelligenz und Machine Learning sorgen dafür, dass sich Netzwerke automatisch an neue Situationen anpassen.

Traditionelle Netzwerker bleiben gefragt, werden sich aber mit Automatisierungstechnologien auseinandersetzen müssen. Sie werden weniger selbst Hand anlegen und mehr programmieren lernen müssen.

Schnelles Internet für alle

5G ist derzeit in aller Munde. Die deutsche Telekom bietet mittlerweile in den meisten Bundesländern 5G an und erreicht nach eigenen Angaben bereits 40 Millionen Menschen in Deutschland. 40 Prozent der in China im Juni 2020 verkauften Smartphones unterstützen bereits 5G. Aber von 5G werden zunächst vor allem Verbraucher profitieren, während für Unternehmen Wi-Fi 6 in naher Zukunft wichtiger ist.

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High Speed Internet – der 5G Netzausbau schreitet voran. (Quelle Bild: iStock / ALLVISIONN)

Die neuen Smartphones von Apple, Samsung und anderen Herstellern sind Wi-Fi-6-fähig, und Wi-Fi-6-Zugangspunkte werden derzeit für Unternehmen und Verbraucher implementiert.

5G ist noch keine Ultrahochgeschwindigkeitsverbindung und wird erst in den kommenden Jahren sein volles Potenzial entfalten. Zunächst wird aber eine Menge drahtloser Hochgeschwindigkeitsverkehr in Wi-Fi-Netzwerke verlagert werden.

Unterstützt wird dies durch die Einführung neuer Frequenzbänder wie das „Millimeterwellen“-Spektrums (24 GHz bis 100 GHz) für ultraschnelle 5G mit kurzer Reichweite und des CBRS-Spektrums mit etwa 3,5 GHz.

 

Das Netzwerk als intelligenter Sensor

Unternehmen haben damit begonnen, ihre Netzwerke für mehr als nur Datenübertragung zu nutzen. Jetzt werden sie auch dazu benutzt, ihre Umgebung zu erfassen.

Mit Software, die in der Lage ist, die Geräte, Endpunkte und Anwendungen zu profilieren und zu klassifizieren (selbst wenn sie vollständig verschlüsselte Daten senden), wird das Netzwerk in der Lage sein, die Geräte automatisch in virtuelle Netzwerke zu platzieren, den richtigen Regelsatz zum Schutz dieser Geräte zu aktivieren und schließlich Sicherheitsprobleme extrem schnell zu erkennen. Letztendlich werden die Systeme in der Lage sein, Probleme selbstständig zu beheben oder zumindest ihre eigenen Helpdesk-Tickets einzureichen. Dies wird immer wichtiger, da Netzwerke immer komplexer werden.

Drahtlose Netzwerkgeräte können auch Daten darüber sammeln, wie sich Menschen und Dinge durch physische Räume bewegen und diese nutzen – zum Beispiel Geräte für das Internet der Dinge (IoT) in einem Unternehmen oder medizinische Geräte in einem Krankenhaus. Diese Daten können den Eigentümern von Einrichtungen direkt dabei helfen, ihre physischen Räume zu optimieren, um die Produktivität zu steigern, die Navigation zu erleichtern oder sogar den Einzelhandelsverkauf zu verbessern.

SD-WAN wird zum Standard

Mitarbeiter an vielen verteilten Standorten und im Homeoffice sind mittlerweile Realität. Diese Zerstreuung der Konnektivität sowie das Wachstum von Multi-Cloud-Netzwerke bewegen viele Unternehmen dazu, ihre Netzwerke auf die SD-WAN-Technologie umzurüsten. Untersuchungen der Marktforscher von IDC zeigen, dass fast 95% der befragten Unternehmen davon ausgehen, dass sie innerhalb von 24 Monaten Software Defined Wide Area Networks (SD-WAN) einsetzen werden.

In der Zwischenzeit schließen sich die großen Anbieter von Cloud-Diensten wie Amazon, Microsoft und Google mit Netzwerkunternehmen wie beispielsweise Cisco zusammen, um tiefe partnerschaftliche Verbindungen zwischen Netzwerk-Stacks und -Services zu schmieden.

Wenn es um ihre eigenen WAN-Lösungen geht, tickt jedes Unternehmen anders. Einige Unternehmen benötigen Sicherheit vor Ort. Kleinere Unternehmen sind offener dafür, ihre Sicherheitslösungen aus der Cloud über Managed Services zu beziehen. Viele Unternehmen werden hybride Lösungen benötigen, die Elemente der traditionellen Vor-Ort-Kontrolle für die Einhaltung von Vorschriften mit Cloud-basierten Lösungen für Flexibilität und Agilität kombinieren. Sicherheit und Arbeitslasten müssen dort installiert werden, wo sie den Anforderungen des Unternehmens entsprechen. Dies wird zu einem Wachstum des Geschäfts von Managed Service Providern (MSPs) führen, von denen viel mehr SD-WAN als Service anbieten.

Multidomain-Technologien im Anmarsch

Die nächste Generation von Controller-First-Architekturen für Netzwerkstrukturen ermöglicht die einheitliche Verwaltung von losen gekoppelten Systemen unter Verwendung von APIs und definierten Datenstrukturen für die Kommunikation zwischen Geräten und zwischen Domänen. Angesichts der Art und Weise, wie sich Netzwerke verändern, gibt es keine andere Lösung, um dem Wachstum und der Komplexität der Systeme Herr zu werden.

Proservia unterstützt die Netzwerktransformation

Bei all diesen gravierenden Veränderungen können Sie sich darauf verlassen, dass Proservia Network Services Sie mit umfassender Expertise und bewährten Best Practices unterstützen wird. „Wir beherrschen alle neuen Technologien und sorgen für Schnelligkeit, Sicherheit und Stabilität“, betont Wolfgang Dillmann, Portfolio & Solution Manager bei Proservia.

 

Quelle Titelbild: iStock / fotogestoeber